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Wie man gewinnt – und wie man Gewinn aus Niederlagen zieht: Strategien der Helden in Ilias und Odyssee, Zug der Zehntausend und Selbstbetrachtungen sowie im Peloponnesischen Krieg. |
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Auch bei uns ist Homer nicht erst seit Raoul Schrotts Thesen aktuell. Man schielt bis heute auf die eigene Achillesferse (oder die des Gegners), hört nicht auf Kassandrarufe und folgt lieber süßen Sirenenklängen. Und ob man heute wieder eine wahre Odyssee erlebt oder gestern im Museum ein Paris-Urteil bewundert hat (von Giorgione z.B.) – immer ist Homer irgendwie dabei. Doch das sind Begleiterscheinungen abendländischer Bildung, und wie man damit umgeht. Homer ging es um weit mehr: Die Ilias (und mit ihr das Seminar) beschreibt die unterschiedliche Sozialkompetenz der Chefs und ihren Einsatz im „Betrieb“, im Heer. Verschiedene Chef-Typen werden aufgezeigt, ebenso die Potentiale und Gefahren, die ihnen innewohnen (können) – und wie man damit umgeht. All das hat Homer völlig unaufdringlich in eine gute Geschichte gepackt – und wirkt so viel subtiler, als hätte er einen Gebotskatalog aufgestellt!
Ist die Ilias das Epos der betriebspolitischen Probleme (und ihrer Bewältigung), so ist die Odyssee noch das der persönlichen dazu: Ein „Globetrotter“ und Heerführer (Odysseus) kehrt nach vielen Jahren heim. Aber zuhause ist (fast) alles anders, und seine angestammte Position ist wie er selber in höchster Gefahr. Doch Odysseus weiß sich zu helfen… Und macht sein abenteuerliches Leben politisch wie privat zu einer Erfolgsgeschichte. Das Seminar vermittelt die Taktiken und Strategien des „Listenreichen“, seine Tricks und Kniffe, im Feindesland und bei der Ehefrau. |
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Gegen den Rat seines Lehrers hat er sich einem griechischen Söldnerheer angeschlossen. Doch im Augenblick höchster Gefahr entsinnt er sich der Strategien seines alten Lehrmeisters. So kann er mitten im Feindesland ein ganzes Heer vor der Vernichtung retten, selbst sogar erfolgreich Söldnerführer werden – und so lange bleiben, bis der Feldzug für ihn und die meisten seiner Leute einen guten Ausgang nimmt. Hoch geehrt kehrt er nach Griechenland zurück und schreibt einen Bestseller („Anabasis – Der Zug der Zehntausend“) über seine Erfolge. Wie schaffte er das bloß? Das Seminar gibt Orientierungshilfe. |
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Von Kaiser Hadrian persönlich ausgesucht, ist Mark Aurel jahrzehntelang nach allen Regeln antiken Wissens auf diese Aufgabe vorbereitet worden. Zurecht, wie sich zeigen wird. Denn gewaltige Aufgaben stehen ihm bevor: Das Reich wird von den schier unüberwindlichen Parthern im Osten und von den mächtigen Markomannen im Norden angegriffen. Gleichzeitig machen innenpolitische Probleme dem Kaiser zu schaffen. Doch Mark Aurel zeigt sich der doppelten Gefahr gewachsen. Nach seinen Siegen über die Parther kehrt er in Eilmärschen in den Norden zurück. Im Heerlager bei Wien entwirft der Kaiser im Zwiegespräch mit sich selbst Lösungen verschiedener Bedrohungslagen, die sich ihm als Kaiser und Heerführer, als Vater und Gatte im öffentlichen wie privaten stellen. Das Seminar stellt seine Entwürfe vor und kommentiert sie. |
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Wohl hat Perikles, der führende Staatsmann der Athener, diesen Konflikt vorausgesehen und längst Maßnahmen ergriffen. Doch haben nicht gerade diese den schwelenden Konflikt erst eskalieren lassen? Nun verliert Athen mehr und mehr die vor 50 Jahren im Krieg gegen die Perser noch zu Recht gewonnene moralische Legitimation: Athen wird aus einer Bannerträgerin der Freiheit gegen Sparta am Ende selber zum Tyrannen. Und schlittert in einen Krieg, der 30 Jahre dauern wird. Einziger Nutznießer des Konfliktes ist der persische Großkönig, der zuletzt beide Seiten erfolgreich gegeneinander ausspielt. Das Ende des Krieges bedeutet zwar nicht das Ende der griechischen Kultur, aber zumindest das Ende ihrer wichtigsten Voraussetzung: der militärischen Macht ihrer Träger.
Thukydides, der Analyst des Dreißigjährigen Krieges der Antike, erklärt die überzeitlichen Faktoren von Hybris und Untergang einer sich moralisch gerierenden Großmacht. Dabei hat er ein klares Ziel vor Augen: Thukydides umfangreiche Analysen sind in der deutschen schwergängigen Übersetzung oft nur unzureichend nachzuvollziehen. Wir stellen die damaligen – und stets wiederkehrenden – Problemlagen gebündelt vor; ebenso die Fehler, die zu ihnen, aber nicht aus ihnen heraus führen. Und wir erarbeiten die möglichen Erfolgsstrategien, die es anders angehen. |
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Wissen über die Antike: Antike Mythologie, Philosophie, Geschichte |
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